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Vorsorge

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Früherkennung ist wirklich das A und O! Brustkrebs befällt zwar meistens Frauen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr, aber rund 30 Prozent aller Brustkrebspatientinnen sind jünger. Krebsvorsorge ist also für alle wichtig. Zumal es noch weitere Krebsarten gibt, die bei Frauen auftreten können.

  • Gebärmutterhalskrebs: Der Gebärmutterhalskrebs sowie seine zahlreichen Vorstufen verursachen keinerlei Symptome. Daher ist der Zellabstrich so wichtig. Erste Krebsvorstufen können so bereits ab dem 20. Lebensjahr festgestellt werden.
  • Gebärmutterkörperkrebs: Der Gebärmutterkörperkrebs entsteht im Hohlraum der Gebärmutter an der Schleimhaut. Früherkennung ist durch vaginalen Ultraschall möglich, wird aber meist nicht vom Gebärmutterhalsabstrich erfasst.
  • Eierstockkrebs: Eierstockkrebs ist eine seltene, aber hochgefährliche Erkrankung, die keine spürbaren Symptome zeigt. Früherkennung ist, wenn überhaupt, nur durch vaginalen Ultraschall möglich.

Die Basisvorsorge besteht aus dem Zellabstrich vom Gebärmutterhals zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Außerdem werden das kleine Becken und die Brust abgetastet. Das sind die Mindestanforderung an eine Krebsfrüherkennung.

Aber reicht diese Basisvorsorge aus?

Nun, sie kann natürlich ausreichen – eine höhere Sicherheit und ein zuverlässigeres Ergebnis bringen aber bestimmte Zusatzuntersuchungen, die je nach Lebenssituation wichtig sind.

Einige Beispiele:

Sie sind zwischen 20 und 30 und haben Ihren Traummann noch nicht gefunden? Dann ist der HPV-Test wichtig, um zu schauen, ob Sie HPV-Trägerin sind. HPV ist ein sexuell übertragbarer Virus, der keine Symptome macht, aber Gebärmutterhalskrebs auslösen kann.

Sie sind zwischen 30 und 40 und wünschen sich ein Kind? Dann wäre der vaginale Ultraschall wichtig, um die Gebärmutterform und die Eierstöcke anzuschauen, um Zystenbildung oder andere Dinge zu erkennen.

Sie sind über 30 und wollen eine bessere Vorsorge haben? Ultraschall der Brust ist sehr wichtig. Brustkrebs kann alle Frauen befallen, auch Frauen unter 30. Mit Ultraschall kann ich Befunde finden, bevor man sie tastet. Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass eine jährliche Kontrolle für Frauen ab 30 wichtig ist und ab dem 40. Lebensjahr sogar zweimal im Jahr.

Ich erkläre Ihnen gerne die verschiedenen Optionen und prüfe individuell, welche für Sie Sinn machen oder eher nicht in Frage kommen.

Die Schwangerenvorsorge ist sicherlich eine der schönsten Seiten meines Berufes. Nach so vielen Jahren im Beruf bin ich immer noch gerührt, wenn bei der Erstuntersuchung der erste Herzschlag im Ultraschall zu sehen ist. Wenn das Baby endlich auf der Welt ist und bewundert werden kann, ist das immer ein großer Moment!

Als Ärztin und Mutter ist es mir wichtig, eine gesunde Einstellung zur Schwangerschaft zu fördern: Einerseits steht die Sicherheit des Babys an erster Stelle, andererseits ist die Schwangerschaft keine Krankheit und die meisten Babys kommen kerngesund auf die Welt. Die Standardvorsorge gemäß Mutterschaftsrichtlinien wird bei allen werdenden Müttern durchgeführt. Es gibt darüber hinaus noch einige Zusatzuntersuchungen, die ich für sehr wichtig erachte:

  • Bestimmung von Toxoplasmose im Blut: Diese Untersuchung deckt eine meist unbemerkte Toxoplasmose-Infektion auf. Mit der richtigen Behandlung kann so die Schädigung des Kindes vermieden werden.
  • Bestimmung von Cytomegalie: Cytomegalie ist ein Virus, der über engen Körperkontakt übertragen wird und schwere Probleme beim Kind verursachen kann.
  • ß-Streptokokken: Dies sind für uns harmlose Keime, die aber beim Baby schwere Infektionen auslösen können. Rechtzeitig entdeckt können sie außer Gefecht gesetzt werden.

Ich empfehle, zu den drei standardmäßigen Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft noch vier zusätzliche Untersuchungen machen zu lassen: In der 16. Woche, um Besonderheiten früh zu entdecken oder zur Bestimmung des Geschlechts, falls erwünscht. In der 25. Woche, um manche Organe, zum Beispiel das Herz und die Nieren, besser zu beurteilen. In der 35. Woche, um eine Wachstumstendenz festzustellen. Und in der 39. Woche, um ein ungefähres Schätzgewicht zu erfahren und um die Fruchtwassermenge zu kontrollieren.

Ich bin zudem lizenziert für das Erst-Trimester-Screening zur Risikoeinschätzung des Down-Syndroms, von Trisomie 13 und 18. Dies ist ein rein optionaler Test, den ich Ihnen gern ausführlich erkläre.

4D-Ultraschalls

4D-Ultraschalls machen wir viel und gern! Denn was gibt es Schöneres für Eltern, als ihr Baby schon vor der Geburt in 4D zu sehen? Der optimale Zeitpunkt dafür ist in der 25. Woche.